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Die Yaoi-Con in San Francisco, USA, wird dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiern! Vom 29.-31. Oktober 2010 werden Gäste aus allen Bereichen der Yaoi Industrie den Fans Rede und Antwort stehen und Autogramme geben.

Ehrengäste auf der diesjährigen Yaoi-Con sind Ayano Yamane (die Mangaka von u.a. Finder
und Seiyuus Ryoutarou Okiayu (u.a. Treize von Gundam Wing und Brad aus Weiß Kreuz) und Hidenobu Kiuchi (u.a. Hei von Darker than Black und Ryouhei Sasagawa aus The Prince of Tennis).

Wer also noch etwas Geld und Zeit hat, der sollte schnellstmöglich einen Flug nach SF buchen! 🙂

Zur Feier des 10. Geburtstages von YaoiCon wurde ein besonderer Gast geladen: Yamane Ayano, die Zeichnerin von Viewfinder! Wer also für Ende Oktober noch keine Reisepläne hat, der sollte einen Besuch in San Francisco erwägen.

Alle näheren Infos findet man hier.

Gestern hat der amerikanische Mangaverlag DMP (Digital Manga Publishing) zusammen mit LIBRE Shuppan in seinem Online BLOG bekannt gegeben, dass er die Lizenzen für Ayano Yamanes Viewfinder und Kodaka Kazumas KIZUNA Serien für sich gesichert hat!

Der erste Band von Viewfinder („You are my Loveprize in Viewfinder“) soll schon im Sommer 2010 auf Englisch erscheinen!  Finder wird unter dem JUNE Label von DMP erscheinen und  $ 13.95 kosten. Um die Serie entsprechend zu promoten, hat DMP eine eigene Webseite für Viewfinder eingerichtet. Dort wird man alle relevanten Informationen zeitnah erhalten.

Der erste Band von KIZUNA ist für September 2010 geplant. Da die Auflagen beider Serien nicht sehr groß sein werden empfielt es sich, rechtzeitig eine Vorbestellung (z. B. bei Amazon.com) zu machen!

Wie SPIEGEL Online in einem heutigen Artikel berichtet, hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ab heute den ersten Band der „Finder“ Serie von Yamane Ayano auf den Index gesetzt. Das bedeutet folgendes: „Indizierte Medien dürfen Kindern und Jugendlichen weder verkauft noch überlassen oder anderweitig zugänglich gemacht werden. Sie dürfen nicht mehr beworben werden und nicht im Versandhandel vertrieben werden, es sei denn, es werden Vorkehrungen getroffen, um sicherzustellen, dass der Kunde mindestens 18 Jahre alt ist.“ (Wikipedia)

Zwar haben einige Leser und Leserinnen schon die Befürchtung geäußert, dass das Manga dann (sollte es nochmals aufgelegt werden – im Moment ist „Finder“ ja vergriffen) auch über Amazon nicht mehr zu haben wäre. Doch verwendet Amazon in Deutschland das „Postidentverfahren„, bei dem man bei der Post sein Alter überprüfen lassen kann, und dann die Sendung ausgehändigt bekommt.

Man kann gespannt sein, wie Tokyopop auf die Indizierung reagieren wird!

In wieweit die Indizierung noch zeitgemäß ist, ist ein anderes Thema. Auch dass in Japan oder den USA man keine Probleme mit derartigen Darstellungen hat, ist für die deutsche Gesetzgebung nicht ausschlaggebend. Die Meinungen gehen in dieser Sache doch sehr auseinander.

Persönlich finde ich das Ganze übertrieben. Da gibt’s Ärgeres, was eine Indizierung wirklich verdienen würde. Und eigentlich erreicht die Bundesprüfstelle damit genau das Gegenteil: nämlich, dass jetzt auch die Leser, welche das Manga noch *nicht* in den Fingern hatten, alles tun werden, um es zu kaufen. Statt also Kinder und Jugendliche vor „luststeigernder Gewalt“ zu schützen, schürt die Entscheidung der Bundesprüfstelle nun erst recht das Begehren nach Verbotenem. Außerdem ist über das Internet heutzutage ja so ziemlich alles zugänglich, was die Prüfer nicht nur erblassen, sondern wahrscheinlich in Ohnmacht fallen lassen würde.

Auf der anderen Seite ist es schwierig, eine Grenze zu finden. Ja, ich finde, dass Kinder noch nicht mit allem konfrontiert werden müssen. Aber man kann sie auch nicht vor allem schützen. Es wäre Aufgabe der Erwachsenen, welche die Kinder durch ihr Leben begleiten, sie auf diese Art von Darstellungen vorzubereiten. Aber da man das ja leider nicht immer voraussetzen kann, muss wohl doch irgendwo eine Lösung gefunden werden.

Ich jedenfalls hoffe, dass Tokyopop sich davon nicht einschüchtern lässt, und so weitermacht wie bisher!
EDIT:

Tokyopop-Geschäftsgründer Joachim Kaps hat sich im CIL-Forum zum Thema geäußert: LINK